Kalkschulter

Eine Tendinosis calcarea beschreibt kalkartige Ablagerungen in verschiedenen Sehnen und Sehnenansätzen im menschlichen Körper.

Am häufigsten treten diese Ablagerungen an der Rotatorenmanschette des Schultergelenkes auf. In diesem Zusammenhang spricht man von einer Kalkschulter.

Oft geht die Erkrankung mit Entzündungsprozessen einher. Dann wird von einer Tendinitis calcarea gesprochen.

Frauen sind von der Tendinitis calcarea im Schulterbereich häufiger betroffen als Männer (3 : 1).

Die Erkrankung tritt vorwiegend zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf.

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) einer Kalkschulter liegt bei 2-3 % (in Deutschland).

Das Beschwerdebild ist abhängig von der Größe des Kalkherdes und vom Stadium der Erkrankung. Die Tendinosis calcarea kann von starken Schmerzen begleitet sein, aber auch symptomlos verlaufen.

Die Symptomatik verschlechtert sich signifikant, wenn die Kalkherde in das nahe gelegene Gelenk oder in einen Schleimbeutel (Bursitis calcarea) eintreten. Der Verlauf einer Tendinitis calcarea ist sehr unterschiedlich.

Je eher mit der Therapie begonnen wird, desto günstiger ist die Prognose.