Fußerkrankung · Großzehengrundgelenk
Hallux rigidus
Arthrose des Großzehengrundgelenkes – Diagnostik und Therapie
Was ist ein Hallux rigidus?
Hallux rigidus bezeichnet das durch arthrotische Veränderungen steif gewordene Großzehengrundgelenk. Es liegt eine eingeschränkte und schmerzhafte Beweglichkeit im Grundgelenk der Großzehe vor – besonders das Abrollen ist schmerzhaft. Nach dem Hallux valgus ist der Hallux rigidus die zweithäufigste Funktionsstörung der Großzehe.
Zunächst sollte eine konservative Therapie (medikamentös und physikalisch) erfolgen. Sind die Ergebnisse nicht befriedigend oder ist die Erkrankung weit fortgeschritten, kommt eine operative Therapie in Betracht. Unbehandelt führt der Hallux rigidus langfristig zur Gelenksteife.
Stadien des Hallux rigidus
Frühstadium
Schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Großzehe, vor allem beim Abrollen.
Mittleres Stadium
Zunehmende Schmerzen und zunehmende Bewegungseinschränkung.
Spätstadium
Vollbild der Arthrose mit Gelenksteife des Großzehengrundgelenkes.
Symptome
- Einschränkung der Beweglichkeit der Großzehe
- Gelenksteifigkeit der Großzehe
- Schmerzhaftes Auftreten mit dem Fußballen
- Schmerzen im Grundgelenk – vor allem beim Abrollen, da die Streckfähigkeit abnimmt
- Verdicktes Grundgelenk der Großzehe
- Zuckungen der Fußmuskeln – vor allem im Anfangsstadium
Welche Ursachen führen zu einem Hallux rigidus?
Die Faktoren, die eine Arthrose (Abnutzung und Verschleiß des Gelenkknorpels) im Großzehengrundgelenk fördern, sind vielfältig. Häufig führen Verletzungen zu Schäden am Gelenkknorpel und begünstigen die Entstehung einer Arthrose. Auch ein angeborener schlechter Knorpel sowie Fehl- und Überbelastungen kommen in Frage. Oft bleibt die Ursache unklar.
Arthrosebedingt wird der Gelenkspalt schmaler, die Gelenkflächen verknöchern und es kann zu einer Synovitis (Gelenkinnenhautentzündung) kommen. Bei Voranschreiten schließt sich der Gelenkspalt vollständig – das Gelenk versteift.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Konservativ
- Schuhe der individuellen Fußform anpassen und mit harter Sohle wählen
- Schuhe mit hohen Absätzen meiden
- Starre, individuell angepasste Einlagen (z. B. aus Metall) zur Entlastung des Grundgelenks
- Ballenrolle unter dem vorderen Schuhteil – erleichtert das Abrollen
Welche operativen Möglichkeiten gibt es?
Wenn die Beschwerden trotz konservativer Therapie anhalten oder wiederkehren, sollte eine operative Therapie in Betracht gezogen werden. Da die Arthrose eine progrediente (fortschreitende) Erkrankung ist, sind gelenkerhaltende Operationen in der Regel nur mit einem temporären Erfolg verbunden.
Erläuterungen zu den einzelnen Operationsmöglichkeiten finden Sie unter Leistungsspektrum → Fuß-Operationen.
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