Schultererkrankung · Schultereckgelenk

ACG-Arthrose

Schultereckgelenksarthrose – Diagnostik und Therapie

Konservativ & operativ

Was ist eine ACG-Arthrose?

Die Arthrose des Akromioklavikulargelenks ist eine degenerative Erkrankung des Schultereckgelenks. Sie bezeichnet die Abnutzung und den Verschleiß des Gelenkknorpels.

Das AC-Gelenk liegt zwischen dem Schulterdach (Akromion) und dem äußeren Anteil des Schlüsselbeins (Klavikula) – es ist Teil des Schultergürtels. Normalerweise schützt der Knorpel zusammen mit der Gelenkschmiere (Synovia) die Gelenke und wirkt als eine Art „Stoßdämpfer". Bei einer Arthrose kann diese Funktion nicht mehr gewährleistet werden.

Durch adäquate Behandlung können die Beschwerden signifikant gelindert und das Fortschreiten verhindert werden.

Formen und Verlauf

Primäre Form

Entsteht häufig durch Überbeanspruchung – etwa bei Leistungs- und Kraftsport oder schwerer körperlicher Arbeit.

Sekundäre Form

Folgen von Fehlbildungen, Vorerkrankungen, Traumata (Verletzungen) oder vorangegangenen Operationen.

Schleichender Beginn

Die Arthrose entwickelt sich meist langsam – im Verlauf drohen Schäden an der Rotatorenmanschette bis hin zur Sehnenruptur.

Symptome

  • Erhöhte Kälteempfindlichkeit des Gelenks
  • Gelenkschwellung, meist seitengleich
  • Gelenkgeräusche bei Bewegungen des Arms über Kopf
  • Muskelverspannungen durch Schonhaltung
  • Schmerzen beim seitlichen Abspreizen oder Führen des Armes vor dem Körper
  • Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite
  • Ruheschmerz mit möglicher Ausstrahlung in den Halsbereich

Folgen unbehandelter Arthrose

Im Verlauf kann es durch die arthrosebedingten knöchernen Veränderungen zu Schäden an der Rotatorenmanschette kommen – bis hin zur Sehnenruptur. Eine frühzeitige Behandlung wirkt diesen Folgeschäden entgegen und verbessert die Langzeitprognose deutlich.

Welche Ursachen führen zu einer ACG-Arthrose?

Der altersbedingte Verschleiß ist nicht die alleinige Ursache. Häufig steht am Anfang der Gelenkzerstörung eine akute Schädigung des Knorpels durch ein Trauma. Daneben spielen Belastung, Knorpelqualität und Bewegungsmangel eine wichtige Rolle.

Übermäßige Belastung – z. B. Leistungs-/Kraftsport oder Wurfsportarten
Schwere körperliche Belastung im Beruf (z. B. Bauarbeiter, Bodenleger)
Akute Schädigung des Knorpels durch ein Trauma
Minderwertige Knochen- oder Knorpelqualität
Mangelnde körperliche Bewegung – Knorpel bezieht Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit

Welche konservativen Therapiemöglichkeiten gibt es?

Allgemeine Maßnahmen

  • Überbelastung des Gelenks vermeiden (Kraftsport, schwere körperliche Arbeit)
  • Arm zunächst nicht über 90° anheben
  • Bewegungen des Armes vor dem Körper („Bügelbewegung“) vermeiden
  • Regelmäßige, schonende Bewegung zur Knorpelernährung
  • Entzündungshemmende Medikamente bei akuten Beschwerden

Physikalische Therapie & Physiotherapie

  • MBST®-KernspinResonanzTherapie
  • Spritzeninfiltration
  • Stoßwellentherapie
  • Physiotherapie zur Stabilisierung der Schulter
  • Manuelle Therapie und Mobilisation

Welche operativen Möglichkeiten gibt es?

Falls die konservativen Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, kommt eine operative Therapie in Betracht: die Resektion des Gelenks mit dem lateralen Klavikulaende (äußerer Anteil des Schlüsselbeins).

Dieses Verfahren – wahlweise offen oder endoskopisch – führt zu einer kompletten Druck- bzw. Kompressionsentlastung im geschädigten Schultereckgelenk und verschafft den Patienten meist deutliche Beschwerdefreiheit.

Zu den Schulter-Operationen

Sie haben Beschwerden im Bereich des Schultereckgelenks? Wir beraten Sie gerne persönlich und erstellen ein individuelles Therapiekonzept.

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