Handerkrankung · Daumensattelgelenk

Daumensattelgelenks­arthrose

Rhizarthrose – Diagnostik und Therapie

Konservativ & operativ

Was ist die Daumensattelgelenksarthrose?

Die Rhizarthrose bezeichnet die Abnutzung und den Verschleiß des Gelenkknorpels. Normalerweise schützt der Knorpel zusammen mit der Gelenkschmiere (Synovia) die Gelenke und fungiert als eine Art „Stoßdämpfer". Durch eine Arthrose kann diese Funktion nicht mehr gewährleistet werden.

Die Erkrankung des Daumensattelgelenkes kann zusammen mit der Fingerpolyarthrose auftreten. Typisch sind die Knotenbildungen zumeist über den Fingerendgelenken. Die Ursache ist bis heute unerkannt.

Das Sattelgelenk zeigt oft schubweise auftretende, äußerst schmerzhafte Entzündungsreaktionen – Greiffähigkeit und Greifkraft leiden zusehends.

Symptome

Die Bewegungsfähigkeit des Daumens – insbesondere das Abspreizen – ist schmerzhaft eingeschränkt. Das Greifen größerer und schwererer Gegenstände, etwa eines Aktenordners, eines dicken Buches oder einer Flasche, ist schmerzbedingt oft nicht mehr möglich.

Leitsymptome

  • Der Daumen fühlt sich instabil bzw. wackelig an
  • Einschießende Schmerzen
  • Schmerzhafte Bewegungseinschränkung
  • Verlust der Sensibilität

Begleitsymptome

  • Druckschmerzen
  • Erhöhte Kälteempfindlichkeit der Gelenke
  • Gelenkschwellungen
  • Gelenkgeräusche
  • Spannungsgefühl in den Gelenken (im späteren Stadium)

Welche Ursachen führen zu einer Rhizarthrose?

Neben anlagebedingten Faktoren spielen vor allem verhaltensbedingte Ursachen eine Rolle:

Körperliche Aktivität
Unterbelastung des Knorpels – mangelnde Bewegung verschlechtert die Nährstoffversorgung
Nutritive Schädigung, z. B. durch lange Ruhigstellung im Gipsverband
Überbelastung durch Leistungssport oder anhaltend schwere körperliche Arbeit

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Allgemeine Maßnahmen

  • Vermeidung von Überbelastung der Gelenke (Leistungssport, schwere körperliche Arbeit, z. B. Bodenleger)

Medizinische Hilfsmittel & Therapie

  • Daumenbandage
  • Orthese (Schiene) – nur bei Belastung oder nachts tragen, um Muskelschwäche zu vermeiden
  • MBST®-Kernspinresonanz­therapie

Welche operativen Möglichkeiten gibt es?

Im frühen Stadium können Spritzen und vorübergehende Schienenruhigstellungen zeitweise helfen. Für das späte Stadium mit Einschränkung der Gelenkfunktion und ständigen Schmerzen wurden operative Konzepte entwickelt.

Am Daumensattelgelenk wird ein Falschgelenk gebildet: Der erste Handwurzelknochen (Os trapezium) wird entfernt, und für den Daumen wird ein Sehnenlager geschaffen, indem ein Sehnenstreifen aus der Handgelenksbeugesehne abgespalten wird. Alternativ können Implantate eingesetzt werden.

Besteht zusätzlich eine Fingerpolyarthrose und ist die Greifkraft durch dauernde schmerzhafte Entzündungen beeinträchtigt, werden in der Regel die ohnehin nicht mehr funktionstüchtigen Fingerendgelenke versteift. Damit ist die Greifkraft wiederhergestellt und der fortschreitende Knochenabbau samt Schmerz dauerhaft beseitigt.

Zu den Hand-Operationen

Sie haben Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen am Daumen? Wir beraten Sie persönlich und finden gemeinsam die passende Therapie.

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