Handerkrankung · Skaphoidfraktur
Kahnbeinbruch
Skaphoidfraktur – häufigster Bruch der Handwurzel, oft übersehen
Was ist ein Kahnbeinbruch?
Bei dem Kahnbeinbruch handelt es sich um eine Fraktur des Kahnbeins der Hand – den häufigsten Bruch der Handwurzel. Kahnbeinbrüche werden nach einer Verletzung des Handgelenks nicht selten übersehen, weil die Bruchstücke oft kaum voneinander abweichen und im Röntgenbild der Eindruck eines intakten Handwurzelknochens entsteht.
Hartnäckige Schmerzen unter belastenden Bewegungen führen oft erst nach einer erneuten Röntgenuntersuchung viele Monate später zur Diagnose – dann zeigt sich eine deutliche Bruchlinie durch das Kahnbein.
Zur sicheren Diagnose ist häufig ein Kernspintomogramm (MRT) notwendig. Es liefert zusätzlich wertvolle Informationen über die Durchblutungssituation des Knochens – ein entscheidender Faktor für die Heilung.
Symptome
- Schmerzen bei Stauchung des Daumens
- Schwellung im Bereich des Handgelenks
- Bewegungseinschränkung des Handgelenks
- Anhaltende Schmerzen unter Belastung nach einem Sturz
Welche Ursachen führen zu einem Kahnbeinbruch?
Der Kahnbeinbruch tritt häufig nach einem Sturz auf die überstreckte Hand auf. Besonders betroffen sind junge und sportlich aktive Menschen.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Konservative Maßnahmen
- Ruhigstellung mittels Gipsanlage mit Daumen- und Unterarmeinschluss – häufig über mehrere Wochen erforderlich.
Welche operativen Möglichkeiten gibt es?
Veraltete Kahnbeinbrüche heilen nie problemlos. In vielen Fällen genügt es nicht, die Kahnbeinstücke in einem chirurgischen Eingriff lediglich zu verschrauben.
Nicht selten muss zusätzlich Knochenmark aus dem Beckenkamm angelagert werden, um die Heilung des Handwurzelknochens herbeizuführen und eine fortschreitende Arthrose des Handgelenks zu vermeiden.
Wichtig: Eine frühzeitige Diagnose verkürzt die Therapie deutlich und verhindert Spätfolgen wie Pseudarthrose oder Handgelenksarthrose.
Nach einem Sturz auf die Hand mit anhaltenden Schmerzen sollte ein Kahnbeinbruch frühzeitig ausgeschlossen werden. Wir bieten Ihnen eine gezielte Diagnostik – inklusive Röntgen und MRT-Veranlassung.
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