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Hallux rigidus (Arthrose des Großzehengrundgelenkes)

Hallux rigidus bezeichnet das durch arthrotische Veränderungen steif gewordene Großzehengrundgelenk. Dabei liegt eine eingeschränkte sowie schmerzhafte Beweglichkeit im Grundgelenk der Großzehe vor. Besonders das Abrollen über die Großzehe ist schmerzhaft.  Nach dem Hallux valgus ist der Hallux rigidus die zweithäufigste Funktionsstörung der Großzehe.

Man unterscheidet folgende Formen des Hallux rigidus:

  • Frühstadium: Schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Großzehe, v. a. beim Abrollen
  • Mittleres Stadium: Zunehmende Schmerzen zunehmende Bewegungseinschränkung
  • Spätstadium: Vollbild der Arthrose (Gelenksteife)

Zunächst sollte eine konservative Therapie (medikamentöse Therapie sowie physikalische Maßnahmen) durchgeführt werden. Sind die Ergebnisse nicht befriedigend oder ist die Erkrankung bereits zu weit fortgeschritten, sollte eine operative Therapie in Betracht gezogen werden.

Unbehandelt kommt es langfristig zur Gelenksteife des Großzehengrundgelenkes.

  • Einschränkung der Beweglichkeit der Großzehe
  • Gelenksteifigkeit der Großzehe
  • Schmerzhaftes Auftreten mit dem Fußballen
  • Schmerzen im Grundgelenk der Großzehe, vor allem beim Abrollen, da die dafür wichtige Streckfähigkeit der Großzehe immer weiter abnimmt
  • Verdicktes Grundgelenk der Großzehe
  • Zuckungen der Fußmuskeln – vor allem im Anfangsstadium

Die Faktoren, die die Arthrose (Abnutzung und Verschleiß des Gelenkknorpels) im Großzehengrundgelenk fördern, sind sehr vielfältig. In der Regel führen Verletzungen zu Schäden am Gelenkknorpel und begünstigen die Entstehung einer Arthrose. Häufig ist die Ursache ein angeborener schlechter Knorpel. Auch Fehl- und Überbelastungen kommen in Frage. Oft bleibt die Ursache unklar.

Arthrosebedingt wird der Gelenkspalt schmaler. Die Flächen des Gelenks verknöchern und es kann zu einer Synovitis (Gelenkinnenhautentzündung) kommen. Bei Voranschreiten der Erkrankung kann der Gelenkspalt vollständig geschlossen werden und das Gelenk versteift.

  • Die Schuhe sollten der individuellen Fußform angepasst sein und eine harte Sohle haben.
  • Schuhe mit hohen Absätzen meiden
  • Zur Entlastung des Grundgelenks der Großzehe sollte der Betroffene starre Einlagen (aus Metall) benutzen. Sie werden individuell angepasst.
  • Ebenfalls entlastend wirkt eine Ballenrolle, die unter dem vorderen Teil des Schuhs angebracht wird. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung von fünf bis zehn Millimetern in diesem Bereich. Durch eine gleichzeitige Erhöhung des Absatzes entsteht eine konvexe Form (nach unten durchgedrückt) der Schuhsohle, wodurch das Abrollen erleichtert wird.

Wenn die Beschwerden trotz konservativer Therapie anhalten oder wiederkehren, sollte eine operative Therapie in Betracht gezogen werden. Da die Arthrose eine progrediente (fortschreitende) Erkrankung ist, sind gelenkerhaltende Operationen in der Regel nur mit einem temporären Erfolg verbunden.

Erläuterungen zu den einzelnen Operationsmöglichkeiten finden Sie unter Leistungsspektrum --> Fuß-Operationen.