Arthrose-Behandlung

Arthrose-Behandlung – weil sich Bewegung wieder gut anfühlen soll
Morgens aufwachen und kurz zögern, bevor man die Beine aus dem Bett schwenkt. Nicht aus Trägheit – sondern weil man schon weiß, was kommt. Dieses vertraute Ziehen im Knie. Die Steifheit in der Hüfte, die sich erst nach ein paar Schritten gibt. Der erste Moment des Tages, der sich anfühlt wie eine Verhandlung mit dem eigenen Körper. Kommt Ihnen das bekannt vor? Vielen Patienten geht es so – wer mit Arthrose lebt, kennt diese Situationen und Gedanken so oder so ähnlich. Und dazu die kleinen Kapitulationen, die sich mit der Zeit einschleichen: die Wandertour, die man immer wieder verschiebt, das Spielen mit den Enkeln, das man inzwischen lieber von der Bank aus beobachtet. Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung überhaupt. Allein in Deutschland sind schätzungsweise fünf Millionen Menschen behandlungsbedürftig betroffen. Das Grundprinzip ist schnell zusammengefasst:
Jedes Gelenk ist von Knorpel ausgekleidet, einem glatten, elastischen Gewebe, das als Stoßdämpfer funktioniert. Es federt Belastungen ab, ermöglicht reibungsarme Bewegung, schützt den darunterliegenden Knochen. Das Problem: Knorpel kann sich so gut wie nicht selbst regenerieren. Einmal beschädigt, wächst er nicht nach. Mit der Zeit – durch Alter, Überlastung oder Fehlstellung – nimmt die Knorpelschicht ab. Sie wird dünner, rauer, rissiger. Der Gelenkspalt verengt sich. In fortgeschrittenen Stadien reiben Knochen nahezu aufeinander, der Körper reagiert mit Entzündungen und Schwellungen, es können knöcherne Anbauten entstehen, die die Beweglichkeit weiter einschränken.
Was viele nicht wissen: Zwischen dem Durchhalten mit Schmerzmitteln und einem neuen Gelenk liegt noch ein ganzes Spektrum an Möglichkeiten der Arthrose-Behandlung, das wir für Sie und mit Ihnen ausschöpfen können. Moderne konservative Therapieverfahren können dazu beitragen, Beschwerden spürbar zu lindern, die Gelenkfunktion zu verbessern und eine Operation hinauszuzögern – oder in bestimmten Fällen ganz zu vermeiden.
Behandlung der Arthrose-Symptome – sie sind bei jedem anders ausgeprägt
Arthrose verläuft selten linear. Manche Tage sind erstaunlich beschwerdearm, andere kaum zu ertragen. Der Grund: Der Schmerz hängt nicht allein vom Ausmaß des Knorpelschadens ab. Entzündungsschübe, Wetterwechsel, Schlafqualität, Stress – all das beeinflusst, wie das Gelenk an einem bestimmten Tag reagiert. Daher kommt es, dass Patienten manchmal hören: „Im Röntgenbild sieht das gar nicht so schlimm aus" – obwohl sich der Alltag längst verändert hat. Und umgekehrt gibt es deutlich sichtbaren Verschleiß bei Menschen, die kaum Beschwerden haben. Arthrose ist eben keine Gleichung. Daher sollte jeder Patient individuell betrachtet werden und jede Arthrose-Behandlung entsprechend auf die Bedürfnisse, Symptome und körperlichen Gegebenheiten angepasst sein. In unserer Orthopädischen Praxis nehmen wir uns Zeit für Sie – von einer ersten Beratung bis zur regelmäßigen Behandlung der Arthrose. Wir bieten Ihnen nicht nur eine Lösung, sondern nutzen verschiedene Arthrose-Therapiemöglichkeiten, damit jeder Patient die richtige erhält – mit den besten Aussichten.
Wir hören zu, wir behandeln. Auch ohne OP.
Bevor man Arthrose-Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen kann, muss die Erkrankung verstanden werden. Wie lange bestehen die Beschwerden? In welchen Momenten sind sie am stärksten – beim Treppensteigen, nach langem Sitzen, morgens beim Aufwachen? Was wurde bisher versucht – was davon hat gewirkt und was nicht? Und was will der Patient eigentlich – wirklich? Was sind Ihre Ziele? Wer mit 63 noch regelmäßig wandern möchte,
braucht einen anderen Plan als jemand, dem es vor allem darum geht, schmerzfrei durch den Alltag zu kommen. Wer jahrelang Sport getrieben hat und das nicht einfach aufgeben will, denkt anders über seine Therapieziele als jemand, der Ruhe und Stabilität sucht. Diese Unterschiede bestimmen den Therapieplan.
Gute Diagnostik geht dabei über das Röntgenbild hinaus. Gangbild, Körperhaltung, Muskelbalance, Bewegungsumfang – das alles erzählt Geschichten, die kein Bild zeigt. Wir entwickeln für Sie im Laufe unserer Diagnostik keinen Standardplan, sondern ein individuell zusammengestelltes Therapiepaket – aus den verfügbaren Verfahren, auf Sie abgestimmt.
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Was hilft gegen Arthrose? Eine Frage, viele mögliche Antworten
Es ist ein Erlebnis, das sich durch erstaunlich viele Patientengeschichten zieht, und vielleicht auch durch Ihre: Man sitzt nach wochenlangem Warten endlich beim Orthopäden. Das Gespräch dauert drei, vielleicht fünf Minuten. Es gibt ein Rezept für Schmerzmittel, eine Überweisung zur Physiotherapie, und die Aussage, man solle wiederkommen, wenn es schlimmer wird. Oder gleich: Wenn der Schmerz zunimmt, sollten wir über eine Operation nachdenken. Das Ergebnis ist oft das gleiche: Patienten, die die Praxis verlassen und das Gefühl haben, durchgewunken worden zu sein.
Was häufig zu kurz kommt, ist das Gespräch. Welche Mittel gegen Arthrose können bei mir sinnvoll sein? Welche modernen Optionen gibt es überhaupt? Was ist in meiner konkreten Situation realistisch? Was kann ich selbst beeinflussen? Auf diese Fragen bekommen viele Patienten keine Antworten – nicht weil es keine gäbe, sondern weil niemand die Zeit hatte, sie zu stellen oder sie zu beantworten.
Dazu kommt ein praktisches Problem: Nicht jede orthopädische Praxis hat die Geräte und das Fachwissen, um moderne konservative Verfahren überhaupt anzubieten. Stoßwellentherapie, Hyaluron-Injektionen, Kernspinresonanztherapie, Magnetfeldtherapie – in der Breite der Methoden zur Arthrose-Behandlung sind diese alles andere als selbstverständlich. Wer sie nicht kennt oder nicht hat, kann sie auch nicht empfehlen. Wir bieten Ihnen genau diese Alternativen gegenüber der Operation – eine nachhaltige Arthrose-Behandlung ohne OP, dafür mit Weitsicht und individueller Ausrichtung. Und im letzten Ausweg: Natürlich auch die professionell ausgeführte Operation, ebenfalls in unserer Praxis. Wir möchten für Sie immer alle Möglichkeiten konservativer Therapie bei Arthrose ausschöpfen, damit Sie sich im Alltag wieder vitaler fühlen.
Was heute möglich ist: Arthrose-Behandlung mit modernen Verfahren
Kann man Arthrose heilen? Leider müssen wir diese Frage immer noch verneinen, aber mit den passenden Methoden können Symptome und Fortschreiten eingedämmt werden – für ein deutliches Plus an Lebensqualität. Die konservative Orthopädie hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Methoden, die früher als Randthemen galten, sind heute wissenschaftlich gut untersucht und werden in spezialisierten Praxen mit Erfolg eingesetzt – auch bei uns. Der entscheidende Punkt bei den Ansätzen zur Arthrose-Behandlung: Es geht nicht darum, eine Methode gegen eine andere auszuspielen. Das eigentliche Potenzial liegt im Zusammenspiel – in einem individuell abgestimmten Therapieplan, der Gelenk, Beschwerdebild und Lebenssituation des Patienten zusammendenkt. Wir nehmen uns die notwendige Zeit, um einen Plan vollkommen auf Ihre Symptome und Wünsche auszurichten. So ist eine OP nicht der einzige Ausweg, sondern der letzte. Egal ob Knie, Hüfte oder Fingergelenke – wir entwickeln ein ganzheitliches Konzept aus Bereichen von medikamentöser Therapie über Injektionen und Orthesen bis hin zur KernspinResonanzTherapie.

Stoßwellentherapie
Die Stoßwellentherapie gehört zu den am besten etablierten Verfahren der konservativen Orthopädie. Hochenergetische Schallwellen werden gezielt in das betroffene Gewebe geleitet – von außen, ohne Nadeln, ohne Einschnitte. Die Behandlung erfolgt bei uns ambulant; dafür wird eine Schallsonde auf die entsprechende Körperstelle gerichtet, deren Wellen die Haut und das Gewebe durchdringen, ohne etwas zu verletzen, bis sie auf den Knochen treffen. Die Impulse können Stoffwechselprozesse im Gewebe anregen und die Durchblutung fördern. Bei Arthrose kann die Stoßwellentherapie dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit des Gelenks zu verbessern. Was die Wirksamkeit angeht, gibt es inzwischen eine wachsende Zahl klinischer Studien. In einer kontrollierten Studie an Patienten mit Kniearthrose konnte die Stoßwellentherapie innerhalb von drei Monaten zu einer signifikanten Schmerzreduktion beitragen.1 Darüber hinaus wurde die Funktionsfähigkeit des Kniegelenks verbessert. Die Behandlung ist gut verträglich und wird je nach Befund über mehrere Sitzungen durchgeführt.
Hyaluron-Injektionen
Hyaluronsäure ist natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und sorgt dafür, dass Gelenke geschmeidig funktionieren. Bei Arthrose nimmt die körpereigene Substanz im Gelenk ab: Die Flüssigkeit verliert ihre schützende Konsistenz, die Belastung auf den ohnehin geschädigten Knorpel steigt. Durch gezielte Hyaluron-Injektionen direkt ins Gelenk kann Hyaluronsäure von außen zugeführt werden – was dazu beitragen kann, die Gelenkfunktion zu verbessern, Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit zurückzubringen. Besonders bei Knie- und Hüftarthrose wird dieses Verfahren häufig eingesetzt. Die Behandlung des Arthrose-Patienten erfolgt ebenfalls ambulant: Die Nadel wird präzise in den Gelenkspalt gesetzt – das erfordert Erfahrung, geht aber schnell und wird von den meisten nur als kurzes Druckgefühl wahrgenommen. Im Anschluss kann das Gelenk für ein bis zwei Tage leicht gereizt reagieren, das klingt in der Regel aber rasch ab. Häufig werden mehrere Injektionen im Abstand von einigen Tagen bis Wochen durchgeführt, um einen stabilen Effekt zu erwirken.
MBST® KernspinResonanzTherapie
Diese Arthrose-Behandlung ist vielen Patienten noch unbekannt – dabei gehört sie zu den innovativsten Verfahren, die die konservative Orthopädie heute zu bieten hat. Das Prinzip basiert auf der physikalischen Grundlage der Kernspinresonanz: Wasserstoffkerne nehmen dabei Energie auf und geben sie anschließend an das umliegende Gewebe ab. Das klingt technisch – ist im Grunde aber ein eleganter Mechanismus, den der Körper kennt und versteht. Die MBST®-Therapie soll biologische Prozesse im Gewebe unterstützen und kann zu einer Schmerzlinderung beitragen. Die Behandlung ist vollständig nicht-invasiv und schmerzfrei – kein Einschnitt, keine Nadel, kein Unbehagen. Der Patient liegt oder sitzt während der Anwendung ruhig, während das Gerät seine Arbeit tut. Ein Therapiezyklus umfasst in der Regel 7 bis 9 Stunden, aufgeteilt in einstündige Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen – der gesamte Zyklus wird innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen. Der Aufwand ist damit überschaubar, der Eingriff in den Alltag minimal.
EMTT – Elektromagnetische Transduktionstherapie
Das Prinzip dahinter ist schnell erklärt: Hochfrequente elektromagnetische Felder werden gezielt auf das betroffene Gewebe übertragen, wo sie über elektromagnetische Induktion biochemische Prozesse auf Zellebene anstoßen können. Der entscheidende Unterschied zur klassischen Magnetfeldtherapie liegt in der Intensität: EMTT arbeitet mit wesentlich höheren Energiedichten und erreicht damit auch tiefer gelegene Strukturen wie Gelenke, Sehnen und Knochen. Das bedeutet für Arthrose-Patienten: Die Behandlung kann biologische Prozesse im Gewebe unterstützen, mit dem Ziel die natürliche Gewebefunktion zu unterstützen. Gleichzeitig kann EMTT dazu beitragen, Entzündungsprozesse zu dämpfen, die bei Arthrose häufig für akute Schmerzzustände verantwortlich sind. Der Behandlungsablauf ist dabei denkbar unkompliziert: Eine Sitzung dauert etwa zehn bis zwanzig Minuten, die Kleidung muss nicht abgelegt werden und die Behandlung ist gut erträglich. Je nach Schweregrad und individuellem Ansprechen werden in der Regel sechs bis acht Sitzungen durchgeführt.
Warum die Kombination bei der Arthrose-Behandlung das Entscheidende ist
Alle Methoden zur konservativen Therapie von Arthrose haben eines gemeinsam: Sie entfalten ihr volles Potenzial meist nicht allein, sondern im Zusammenspiel. Ein individuell abgestimmter Kombinationsplan – der das betroffene Gelenk, den Grad des Verschleißes, die Lebensgewohnheiten und die Ziele von Ihnen als Patient berücksichtigt – ist in der Regel wirkungsvoller als jede Einzelmaßnahme. Genau das ist der Unterschied zwischen einer spezialisierten konservativen Orthopädie und einem kurzen Termin bei irgendeinem Arzt: Wir setzen Wissen, Erfahrung und Behandlungsmethoden clever ein, um die Behandlung individuell auf Ihre Situation abzustimmen. Mit Zeit, Expertise und Innovation.
Konservative Therapie bei Arthrose oder Endoprothetik – wir sind für Sie da
Viele Patienten wünschen sich eine Arthrose-Behandlung ohne OP, denn ein solcher Eingriff birgt immer Sorgen und Risiken. Aber es gibt Situationen, in denen ein künstliches Gelenk die richtige Entscheidung ist. Wenn der Knorpel vollständig aufgebraucht ist, wenn Knochen auf Knochen reibt, wenn konservative Maßnahmen über einen langen Zeitraum keinen ausreichenden Effekt mehr erzielen – dann kann ein Gelenkersatz nicht nur sinnvoll, sondern für Ihre Lebensqualität entscheidend sein.
Wichtig ist aber der Weg dorthin. Bei uns werden Sie gut informiert und konservativ begleitet, was optimale Voraussetzungen schafft. Außerdem müssen Sie bei uns mit der Entscheidung für eine Operation keinen neuen Arzt aufsuchen – in unserer Praxis und dem EndoProthetikZentrum Damme vereinen wir konservative Therapie und Endoprothetik unter einem Dach. Wir bieten Ihnen moderne Verfahren, sowohl ambulant als auch stationär, immer nach aktuellen Leitlinien und mit viel Vertrauen. Bei uns steht Ihre Gesundheit im Fokus. Deshalb bieten wir Ihnen ganzheitliche Ansätze, eine persönliche und professionelle Atmosphäre und individuelle Therapiepläne.
Quellen
- Zhao Z, Jing R, Shi Z, Zhao B, Ai Q, Xing G. Efficacy of extracorporeal shockwave therapy for knee osteoarthritis: a randomized controlled trial. J Surg Res. 2013 Dec;185(2):661-6. doi: 10.1016/j.jss.2013.07.004. Epub 2013 Jul 30. PMID: 23953895.
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